Das melancholische Mädchen

»Hollywood inszeniere den männlichen Blick auf den weiblichen Körper als Spektakel, sagt die Regisseurin Susanne Heinrich. In ihrem Film »Das melancholische Mädchen« sucht sie nach einem weiblichen Blick und bricht mit gängigen Rollenklichees.« (Deutschlandradio Kultur)

Eine junge Frau driftet durch die Großstadt und sucht nach einem Schlafplatz und vor allem nach einem Sinn in all dem postmodernen, neoliberalen Wahnsinn. Susanne Heinrichs Mischung aus Spiel- und Essayfilm gehört zum Aufregendsten, was das gegenwärtige deutsche Kino zu bieten hat. In 15 komischen Begegnungen erforscht der Film unsere postmoderne Gesellschaft zwischen Prekarisierung und Self Marketing, serieller Monogamie und Neo-Spiritualität, Ernüchterung und Glückszwang. Susanne Heinrichs Debüt verbindet Pop und Theorie, Feminismus und Humor – und ist voll von Zitaten, die man in Neonbuchstaben auf Werbetafeln leuchten sehen will.

Auf der Suche nach einem Schlafplatz streift das melancholische Mädchen durch die Großstadt. Unterwegs begegnet sie jungen Müttern, die ihre Mutterschaft als religiöses Erweckungserlebnis feiern, findet Unterschlupf bei einem abstinenten Existentialisten, für den Sex »auch nur noch ein Markt« ist, und wartet in einer Drag Bar „auf das Ende des Kapitalismus“. Ihr Versuch, ein Buch zu schreiben, scheitert am ersten Satz des zweiten Kapitels, und sie ndet keinen Platz zwischen Kunstgalerien, Yoga-Studios und den Betten fremder Männer. Statt sich zu bemühen hineinzupassen, fängt das Mädchen an, ihre Depression als Politikum zu betrachten.

R
Susanne Heinrich
K
Agnesh Pakozdi
M
Moritz Sembritzki, Mathias Bloech
S
Susanne Heinrich, Benjamin Mirguet
D
Marie Rathscheck Yann Grouhel Nicolo Pasetti Pero Radicic Monika Wiedemer u.a.
Land
DE/F/DK
Jahr
19 
Genre
Komödie
Länge
80 Minuten
FSK
ab 12
Filmwebsite
www.salzgeber.de/maedchen/
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