Queerfilmnacht: Rafiki

Poppiges Drama aus Kenia über die verbotene Beziehung zwischen zwei Freundinnen, die sich zwischen Glück und gesellschaftlicher Akzeptanz entscheiden müssen.

Kena und Ziki sollten eigentlich nicht miteinander gesehen werden: Die Väter der beiden jungen Frauen treten gerade bei einer Lokalwahl gegeneinander an. Trotzdem können Kena und Ziki nicht voneinander lassen. Obwohl die beiden Familien durch sehr unterschiedliche politische Ansichten voneinander getrennt sind, verlieben sich die beiden ineinander. Während die ruhige und introvertierte Kena vor allem mit den konservativen Ansichten ihrer Mutter kämpft, glaubt Ziki noch die Welt verändern zu können. Warum macht Kena nicht selbst ein Studium zur Ärztin, anstatt lediglich die Frau eines Arztes zu werden? Dass Frauen selbst nach dem Glück greifen, ist in der patriarchalen Gesellschaft von Kenia nicht vorgesehen. Umso schlimmer, wenn sie auch noch eine gleichgeschlechtliche Beziehung führen.

Mit ihrem zweiten Spielfilm ist der kenianischen Filmemacherin Wanuri Kahiu eine Sensation gelungen: Als erster kenianischer Film überhaupt wurde »Rafiki« im Jahr 2018 auf dem Filmfestival von Cannes gezeigt — und erntete einen Jubelsturm. Das bunte, lebensfrohe und queere Drama über die Liebe zwischen zwei Frauen versteht sich als politischer Film, der ein neues und selbstbewusstes Bild von Afrika vermitteln will.

R
Wanuri Kahiu
K
Christopher Wessels
S
Isabelle Dedieu
D
Samantha Mugatsia Sheila Munyiva Dennis Musyoka Nice Githinji u.a.
Land
KE
Jahr
2018 
Genre
Drama
Länge
83 Minuten
FSK
ab 16
Filmwebsite
www.salzgeber.de/rafiki/
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