LETsDOK: Uferfrauen – Lesbisches L(i)eben in der DDR

Die »Uferfrauen« portraitieren sechs lesbische Frauen, die in der DDR gelebt haben. Einfühlsam lässt der Film die Protagonistinnen zu Wort kommen, sie erzählen auf offene und ehrliche Art und Weise ihre Lebensgeschichte(n). Von den Kritiker*innen gelobt, mit dem Debütpreis des Queerscopeverbands und dem Publikumspreis der Lesbisch-schwulen Filmtage Hamburg ausgezeichnet.

Die sechs Protagonistinnen lebten in Groß- und Kleinstädten in Nord und Süd der ehemals sozialistischen Republik und haben jede Menge zu erzählen: Christiane aus Berlin, Carola aus Dresden, Pat aus Mecklenburg-Vorpommern sowie Elke und Langzeit-Paar Sabine und Gisela aus Sachsen-Anhalt. Die Frauen lassen das Publikum an ihrem damaligen Lebensalltag teilhaben, an ihrem Kampf um Selbstbestimmung, der ersten Liebe, unkonventioneller Familienplanung sowie Konflikten mit der SED und dem Gesetz. So wird ergründet, wie das lesbische Sein unter den Bedingungen des sozialistischen Regimes und seiner Gesellschaft bis heute nachwirkt. Die portraitierten Frauen blieben sich selbst treu, richteten sich damit jedoch gegen die staatlichen Dogmen und waren deshalb Repressionen ausgesetzt. Uferfrauen vermittelt das omnipräsente Gefühl von der Einsamkeit als Außenseiterin, der gesellschaftlichen Tabuisierung von Homosexualität, dem Zwang nach Konformität und der Anpassung in einem repressiven Staat – ein Leben am (privaten) Rand der Gesellschaft, immer im persönlichen Zwiespalt, ins kalte Wasser zu springen oder am sicheren Ufer zu bleiben. Dabei verfolgten die Protagonistinnen in ihrer Verschiedenheit doch das gleiche Ziel: Die Suche nach dem persönlichen (Liebes)Glück.

Pressestimmen:
»Eine dramatische Wucht.« (Spiegel Online)
»Ein Film der Mut machen will, für sich selbst und ein gleichberechtigtes, freies Leben einzustehen.« (NDR Kulturjournal)
»Ein sehr menschlicher Film. Einer der tiefe Nöte und hohes Glück schildert. Einer, der die Gesellschaft noch mehr öffnen könnte.« (Programmkino)
»Ein wichtiges Zeitdokument – und eine Blaupause für die Zukunft.« (Missy Magazine)
»Der Film zeichnet (…) ein vielfältiges, berührendes, oftmals erschütterndes Bild lesbischer Liebe in der DDR.« (MDR)
R
Barbara Wallbraun
K
Anne Misselwitz, Julia Hönemann
M
Martin Kohlstedt
S
Jana Teuchert
Land
D/CH
Jahr
2019 
Genre
Dok-Film
Länge
121 Minuten
FSK
ab 12
Filmwebsite
uferfrauen.de
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