Isle of Dogs – Ataris Reise

Skurriler Stop-Motion-Animations-Film um Hunde, die auf eine Insel verbannt werden.

Wes Anderson eröffnet 2018 nach »Grand Budapest Hotel« 2016 erneut die Berlinale mit seinem zweiten Animationsfilm nach »Der fantastische Mr. Fox«. Look und Ästhetik mögen anders sein und sich eher an japanischen Vorbildern orientieren, was der für den Regisseur typischen strengen Kadrage sehr entgegenkommt, trotzdem ist er ein typischer Anderson. Wie gewohnt konnte er ein All-Star-Cast für die Stimmen gewinnen, die ihren Anteil dazu beitragen, diese Geschichte eines Jungen und seines besten Freundes zu einem großen Vergnügen zu machen.

Mit einem Kinobesuch ist kaum zu erfassen, mit welchen Reichtum an Bildern und Verweisen Anderson die 100 Minuten seines Films gefüllt hat, die er in seinen typischen zentrierten Tableaus, mit Reißschwenks und Parallelfahrten inszeniert. Eine Vielfalt, die sich auch in den Geschichten spiegelt. Um die Beziehung zwischen Mensch und Tier geht es, vor allem aber um das Verhältnis von Lebewesen im Allgemeinen, um Vorurteile und Diskriminierung, Exil und Vertreibung. Zeitgemäße Themen, die in »Isle of Dogs – Ataris Reise« aber niemals didaktisch verhandelt werden, sondern auf mitreißende, enorm phantasievolle Weise erzählt werden.

R
Wes Anderson
K
Tristan Oliver, Lukasz Zal
M
Alexandre Desplat
S
Andrew Weisblum, Edward Bursch, Ralph Foster
Land
USA/D
Jahr
2018 
Genre
Animation
Länge
101 Minuten
FSK
ab 12
Filmwebsite
www.fox.de/isle-of-dogs
Prädikat
besonders wertvoll
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