FKT_2018: Wettbewerb: Idioten der Familie

Wettbewerb Langfilm: Die vierzigjährige Heli will ein neues Leben beginnen und ihre jüngere, geistig behinderte Schwester in ein Heim geben. Die drei egozentrischen Brüder sind damit einverstanden. Gemeinsam verbringen sie das letzte Wochenende mit ihr im Haus am Rande Berlins. Sie erleben das »Nesthäkchen« als unberechenbares »Biest«, die Situation im Haus eskaliert.

Ein präzise beobachtetes, herausragend besetztes Familiendrama über Fragen der Verantwortung und der Freiheit.

In den Spielfilmen von Michael Klier geraten Menschen in existenzielle Umbruchsituationen, deren Faszination laut Michael Klier seinem neorealistischen Anspruch entspricht, dramatische Veränderungen an grauen Rändern der Großstadt aufzuspüren. Seine Filme »Überall ist es besser, wo wir nicht sind« (1988) und »Ostkreuz« (1991) wurden Vorboten und Begleiter der Wende um 1989/90, verfolgten die Ankunft von jungen Leuten aus dem Osten in West-Berlin. In »Heidi M.« (2001), letzter Teil der Trilogie, haben die Protagonisten bereits Phasen der Neuorientierung, versuchen Träume und Lebensentwürfe zu verwirklichen: Heidi M. (Katrin Saß), 50, erhält eine zweite Chance. In Kliers Tragikomödie »Alter und Schönheit« (2008), treffen drei Männer jenseits der 50 (Henry Hübchen, Armin Rohde, Burghart Klaußner) am Krankenbett des Freundes (Peter Lohmeyer) zusammen, um seinen letzten Wunsch zu erfüllen. Klier inszeniert den Stoff ums Älterwerden mit zärtlicher Leichtigkeit. Geboren 1943 lebt er in Kleinmachnow bei Berlin.

R
Michael Klier
B
Michael Klier, Karen Aström
K
Patrick Orth
M
Tilmann Dehnhard
S
Katja Dringenberg
D
Lilith Stangenberg, Jördis Triebel, Hanno Koffler, Florian Stetter, Kai Scheve u.a.
Land
Deutschland
Jahr
2016 
Genre
Drama
Länge
102 Minuten
FSK
ab 12
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  • Mi., 17.10. 18:00
Szenenbild